Deutschlandjahr in Japan 2005/2006

Am 4. April 2005 hat Bundespräsident Köhler zusammen mit Seiner Kaiserlichen Hoheit dem Kronprinzen von Japan das "Deutschlandjahr in Japan 2005/2006" eröffnet. Zum ersten Mal präsentierte sich Deutschland umfassend als moderner Bildungs-, Forschungs-, Technologie- und Wissenschaftsstandort, als aktiver Wirtschaftspartner und als traditionsreiches Kulturland in Japan.

Japanische Flagge

Die Gesamtkoordination von "Deutschland in Japan 2005/2006" lag beim Auswärtigen Amt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hatte die Federführung für Projekte aus Wissenschaft, Bildung, Forschung und Technologie übernommen. Koordiniert werden die Aktivitäten durch das Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW. Die interdisziplinäre Präsentation von Schwerpunktthemen der deutschen Wissenschaft und Forschung wird dazu dienen, Kenntnisse über Deutschland als dynamisches Hochtechnologieland, leistungsfähigen Forschungsstandort und erstrebenswerten Partner für Kooperationen in der wissenschaftlichen Forschung und technologischen Entwicklung zu vertiefen.

Zur Koordination von Projekten der Wissenschaftssäule wurde im Juli 2003 im Internationalen Büro des BMBF ein Koordinationsbüro eingerichtet. Das Büro diente allen Wissenschafts-, Forschungs- und Mittlerorganisationen sowie anderen Ministerien auf Bundes- und Landesebene als zentrale Anlaufstelle. Hier wurden nicht nur alle Projekte aus Forschung, Wissenschaft, Bildung und Technologie systematisch erfasst, sondern auch Akteure vernetzt und Projekte aufeinander abgestimmt.

Im Rahmen der Initiative „Deutschlandjahr in Japan 2005/2006“ hat sich Deutschland von April 2005 bis März 2006 in den Themenfeldern Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur in ganz Japan präsentiert. Alleine im Bereich Wissenschaft, für den das BMBF die Federführung übernommen hatte, wurden in ca. 300 Veranstaltungen attraktive Beiträge zur Präsentation der deutschen Wissenschaft, Forschung, Technologie und Bildung geleistet.
Das Deutschlandjahr hat mit seinen vielfältigen und interdisziplinären Präsentationen dazu beigetragen, Kenntnisse über das moderne Deutschland zu verbreiten. Deutschland wurde als dynamisches Hochtechnologieland, als leistungsfähiger Forschungsstandort und als Partner für Kooperationen in Forschung und Entwicklung in Japan präsentiert.

Schwerpunktthemen der Wissenschaftspräsentation im Deutschlandjahr waren die Umwelt-, Verkehrs-, Gesundheitsforschung, sowie ausgewählte Themenfelder aus der Bio- und Nanotechnologie und der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Die besondere Bedeutung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit wurde auch durch die breite Beteiligung deutscher Wissenschaftsinstitutionen am Deutschlandjahr unterstrichen: Neben den Hochschulen beteiligen sich die Helmholtz-Gesellschaft, die Max-Planck- und Leibniz-Gemeinschaft, die Fraunhofer Gesellschaft und die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Der Deutsche Akademische Auslandsdienst führte ebenfalls Veranstaltungen, u.a. in Kooperation mit der Alexander von Humboldt-Stiftung durch.