„Internationaler Newcomer 2013“: BMBF-Delegation rückt Deutschland auf der IATI-BioMed 2013 in Tel Aviv ins Rampenlicht

Jonathan Goldstein, der Israel-Korrespondent des renommierten US-amerikanischen Nachrichtendienstes für die Medizintechnik, Medical Device Daily, streute der deutschen Delegation Rosen: „Perhaps of all the Europeans, the Germans have been most active in encouraging links with the Jewish state. Along with a close diplomatic relationship over many decades the size and innovativeness of the German powerhouse are likely to be key factors in generating collaborative energy.“

Logo Research in Germany

Grund für die einheitlich positive Medienberichterstattung über die deutsche Teilnahme auf der diesjährigen 12. „National Life Science & Technology Week – IATI-BioMed“ vom 10. bis 12. Juni in Tel Aviv war das große Engagement, mit dem sich vier deutsche Forschungsnetzwerke auf der nationalen Leitmesse für die Medizintechnik- und Life Science-Branche dem Fachpublikum präsentierten. Auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) waren die Netzwerke 3-D Imaging in Medicine, BioNanoMedTech, Molecular Imaging Network und PlasmaMedicine nach Israel gereist, um auf der IATI-BioMed die Meilensteine und Zukunftsperspektiven ihrer innovativen Forschungsprojekte aus den Bereichen medizinische Bildgebung und Plasmamedizin vorzustellen. Sprecherinnen und Sprecher der Netzwerke berichteten darüber hinaus auf Initiative von German Trade & Invest (GTAI) bei einer Podiumsdiskussion im Hauptprogramm der IATI über ihre Forschungsarbeit und diskutierten mit israelischen Wissenschaftlern Gemeinsamkeiten und Entwicklungspotenziale.

Unter dem erfolgreichen Motto seiner aktuellen Themenkampagne zur Bewerbung des Innovationsstandortes Deutschland im Ausland, „Germany – Partner for Medical Technology“, präsentierte das BMBF die Cluster aus Erlangen, Münster, Greifswald und Kiel in der kongressbegleitenden Ausstellung der israelischen Life-Science-Branche, deren lebendige und hochprofessionelle Start-up-Szene international viel beachtet wird. Am BMBF-Gemeinschaftsstand förderte das Bundesministerium die Kontaktanbahnung zwischen den deutschen Netzwerken und Fachleuten von akademischer als auch unternehmerischer Seite und lud Studierende von den Universitäten Tel Aviv, Jerusalem und Ben Gurion zum wissenschaftlichen „Get together“. Tobias Zobel vom Zentralinstitut für Medizintechnik (ZiMT), das an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) die Aktivitäten des Forschungsnetzwerkes 3-D Imaging in Medicine koordiniert, rückblickend: „Mit unserer Präsenz auf der IATI wollten wir einerseits die Sichtbarkeit der medizintechnischen Expertise des Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg und der FAU verbessern, und andererseits potenzielle Partner für wissenschaftliche Kooperationen und studentischen Austausch identifizieren. Alle unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen!“

Ein ähnlich positives Resümee zogen auch die anderen Delegationsmitglieder, die am viel besuchten deutschen „Meetingpoint“ fast im Minutentakt Unternehmerinnen und Unternehmer aus allen Teilen Israels, interessierte Fachbesucher und Journalisten trafen. Die Fachpresse beobachtete fasziniert, wie intensiv am Stand des deutschen Forschungsministeriums über Möglichkeiten wissenschaftlicher Zusammenarbeit und entwicklungstechnischer Kooperation diskutiert wurde, und dokumentierte das starke Interesse an den wissenschaftlichen Themenstellungen und medizintechnischen Innovationen der Deutschen ausführlich. Dr. Christoph Riethmüller, Geschäftsführer der Serend-ip GmbH im Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech) in Münster, dazu: „Die vielen konstruktiven Gespräche mit mehreren konkreten Absichtserklärungen haben die Veranstaltung qualitativ weit über das mir bekannte Maß hinaus gehoben,“ so der Sprecher des Forschungsnetzwerkes BioNanoMedTech. „Wir konnten zwei wissenschaftliche Kooperationen anbahnen und eine Vertriebspartnerschaft vereinbaren. Damit wurden unsere Erwartungen in jeder Hinsicht übertroffen.“
Mit der erfolgreichen IATI-Bilanz bestätigte sich die Einschätzung von BMBF-Staatssekretär Dr. Georg Schütte, der im Vorfeld der Delegationsreise davon gesprochen hatte, dass wissenschaftlicher Fortschritt heute nicht mehr in einzelnen Ländern erreicht würde, sondern in der Zusammenarbeit und im Austausch mit führenden Wissenschaftlern weltweit. „Mit der Teilnahme der vom BMBF geförderten Netzwerke bei führenden Branchenveranstaltungen in ausgewählten Zielmärkten rund um den Globus,“ so Schütte, „sollen nicht zuletzt neue Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit Wissenschafts- und Wirtschaftspartnern der Gastgeberländer angestoßen werden. Israel mit seiner innovationsstarken Forschungs- und Start-up-Landschaft in den Biowissenschaften ist deswegen für deutsche Forscher und Entwickler ein wichtiges Partnerland.“