Berufsbildung: Vereinbarung mit Südafrika verlängert

Die Berufsbildungskooperation mit Südafrika ist um drei Jahre verlängert worden. Das zeigt: Die berufliche Ausbildung von Fachkräften ist ein globales Zukunftsthema. Beim Treffen der deutsch-südafrikanischen Arbeitsgruppe für Berufsbildung in Berlin unterzeichneten ranghohe Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des südafrikanischen Ministeriums für höhere Bildung und Ausbildung eine entsprechende Vereinbarung.

Flagge von Südafrika

Innovative Zusammenarbeit mit Unternehmen

Der gemeinsam verabschiedete Arbeitsplan beinhaltet vor allem die Konzeptentwicklung für ein Berufsbildungsinstitut, die Entwicklung kompetenzorientierter Ausbildungsstandards und innovative Kooperationsformen mit Unternehmen in der Berufsbildung. Darüber hinaus wurden die bestehenden Aktivitäten des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) zur Erprobung dualer Ausbildungsgänge und des Bundesernährungsministeriums (BMEL) zur Entwicklung von Berufsbildungsstandards in der Landwirtschaft in den bilateralen Arbeitsplan aufgenommen, um ein einheitliches und abgestimmtes Vorgehen abzusichern.

Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften

Die berufliche Ausbildung von Fachkräften ist ein globales Zukunftsthema. Zunehmend vernetzte, globalisierte und digitalisierte Arbeitsabläufe in Produktion, Wartung und Service erfordern gut ausgebildete Fachkräfte. Diese Entwicklung beobachten deutsche Unternehmen auch an ihren Auslandsstandorten. Daher dienen internationale Kooperationen in der Berufsbildung unmittelbar den wirtschaftlichen Interessen Deutschlands.

Eine gute, an den Bedarfen des Arbeitsmarktes ausgerichtete berufliche Ausbildung ist zudem das Fundament, auf dem sich die Lebenswege der jüngeren Generation entfalten. So ist eine solide Berufsbildung auch immer ein Beitrag zu sozialem Frieden und politischer Stabilität, zur Beschäftigungsfähigkeit Einzelner und zur Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften.

Interesse an deutschem Berufsbildungssystem

Das Bundesbildungsministerium (BMBF) unterhält enge Kooperationsbeziehungen in der Berufsbildung zu Ländern wie Südafrika (seit 2013), Indien (seit 2007) und Russland (seit 2012). Im Fokus der Kooperationen stehen Beratungsaktivitäten zum rechtlichen Rahmen, zur Entwicklung kompetenzbasierter Rahmencurricula und zum Aufbau von Kapazitäten für Berufsbildungsforschung und -beratung. Mit gezielten Pilotvorhaben zur Durchführung betrieblicher Ausbildungsgänge oder zur Ausbildung betrieblicher Ausbilder werden umsetzungsbasierte Reform- und Innovationsimpulse gesetzt. Hierzu dienen insbesondere die Beratungsangebote von "GOVET" und pilothafte Maßnahmen im Strategieprojekten „VETnet“ an den Auslandshandelskammern (AHKs).

Quelle: BMBF