Mainz-Nagasaki Radiation Research Initiative

Die Mainz-Nagasaki Radiation Research Initiative ist eine Kooperation zwischen der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Universität Nagasaki. Direkte Partnerinstitutionen sind das Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informatik (Mainz) sowie das Atomic Bomb Disease Institute (Nagasaki). Die Förderung der Mainz – Nagasaki Radiation Research Initiative durch das Internationale Büro des Bundesministerium für Bildung und Forschung (IB-BMBF) begann im Oktober 2009 und endet im Dezember 2013. Im Laufe der Förderphase wurden zwei weitere Institutionen in die Initiative integriert: das Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie und das National Institute for Radiological Science (Chiba, Japan).

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Fachlicher Hintergrund

Das Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informatik und das Atomic Bomb Disease Institute sind im Bereich der Strahlenforschung tätig. In der Epidemiologie ionisierender Strahlung besteht aktueller Forschungsbedarf zu folgenden Themen:

  • Gesundheitsrisiken und Folgen durch diagnostische und therapeutische Strahlenexpositionen in der Medizin,
  • Gesundheitsrisiken durch berufliche und umweltbedingte Strahlenbelastung,
  • Faktoren der individuellen Suszeptibilität.

Ziele

Hauptziel der Mainz – Nagasaki Radiation Research Initiative ist die Zusammenarbeit in gemeinsamen Forschungsprojekten. Inhaltliche Schnittstelle beider Partnerinstitutionen ist dabei der Bereich der diagnostischen und therapeutischen Strahlenexpositionen in der Medizin. Vor dem Hintergrund der Reaktorkatastrophe in Fukushima stehen auch umweltbedingte Expositionen im wissenschaftlichen Mittelpunkt der Initiative sowie die Entwicklung angemessener Methoden der Risikokommunikation.
Neben gemeinsamen Forschungsprojekten soll auch der Austausch von Wissenschaftlern und Lehrenden gefördert werden einschließlich regelmäßiger Workshops zu ausgewählten Themen der Strahlenforschung. Langfristiges Ziel ist die Verstetigung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit durch die Akquise und Bearbeitung gemeinsamer Forschungsvorhaben im Bereich der Strahlenepidemiologie und verwandter Bereiche.

Aspekte der Forschungsstruktur

Die rechtliche Basis der Kooperation beider Institute ist ein Inter-University Agreement, das von den Präsidenten beider Universitäten im Juni 2010 unterzeichnet wurde. Mit der Verabschiedung von „Terms of Reference“ haben beide Kooperationspartner organisatorische und wissenschaftliche Ziele formuliert sowie einen Zeitplan und Maßnahmen zur Umsetzung beschlossen. Ein „Scientific Management Board“ begleitet alle wissenschaftlichen Aktivitäten der Initiative.

Gefördert im Rahmen des BMBF-Förderprogramms zur Etablierung gemeinsamer Forschungsstrukturen deutscher Hochschulen mit Partnern im APRA. Weitere Informationen zu APRA.