Gründung der deutsch-chinesischen Forschungsplattform SILO

Das deutsch-chinesische Forschungsprojekt SILO (Chin.: 丝路 silu für Seidenstraße) schafft die strukturellen Voraussetzungen für den Aufbau einer globalen Forschungs-, Projekt- und Ausbildungsplattform im produktionstechnischen Umfeld. Dank zahlreicher Kooperationen mit deutschen Unternehmen in China konnten äquivalente Projektleistungen in den Kompetenzfeldern sowie Marktuntersuchungen durchgeführt werden.

Intelligente Montagelinie im Industrie 4.0 Demonstration and Innovation Center in Suzhou.

Intelligente Montagelinie im Industrie 4.0 Demonstration and Innovation Center in Suzhou © Markus Breig/ KIT

Ziel des Fördervorhabens

Ziel des Fördervorhabens war der strukturelle Aufbau der Deutsch-Chinesischen Forschungsplattform SILO (chin.: 丝路 silu für Seidenstraße) und der Ausbau von Forschungsaktivitäten im produktionstechnischen Umfeld in China. Die Vertiefung der Kooperation mit chinesischen Forschungspartnern mit dem Ziel der gemeinsamen Beantragung und Bearbeitung von Forschungsprojekten stand im Fokus. Die hierfür erforderlichen engen Kontakte zwischen deutschen und chinesischen Forschern sollten aufgebaut werden. In diesem Zusammenhang war eine neue organisatorische, räumliche und rechtliche Infrastruktur notwendig, um das langfristige Engagement in China und die Kooperation mit chinesischen Forschern zu sichern.

Förderbekanntmachung
Konzeptions- und Vorbereitungsmaßnahmen deutscher Hochschulen zur Etablierung gemeinsamer Forschungsstrukturen mit Partnern im asiatisch-pazifischen Forschungsraum

Partnerregion/-land
China

Fördervolumen
400.000 Euro

Laufzeit
01.01.2010 – 31.12.2015

In Kooperation mit chinesischen Universitäten und internationalen (deutschen und chinesischen) Unternehmen sollten die Themen KMU-Verbundforschung, deutsch-chinesische Forschungskooperationen, die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern, ein Studentenaustauschprogramm sowie eine Machbarkeitsstudie einer Lernfabrik ausgearbeitet werden.

Einsatz der Ergebnisse

Der Aufbau der produktionstechnischen Forschungsplattform SILO sowie der Aufbau des KIT China Branch haben organisatorische Strukturen geschaffen und neue Erkenntnisse zur Etablierung dieser Strukturen herbeigeführt. Die Realisierung des Arbeitsbereichs „Ausbildung“ der Forschungsplattform SILO beinhaltete den Aufbau des deutsch-chinesischen Trainingszentrums. In den definierten Kompetenzfeldern Produktionsmanagement, Qualitätsmanagement und Supply Chain Management wurden Trainingskonzepte und Trainingsmaterialien für über 30 individuelle Trainings erarbeitet.

Die Gewinnung von Sponsoren konnte in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich betrieben werden. Zahlreiche Kooperationen konnten mit deutschen Unternehmen in China geschlossen werden, um äquivalente Projektleistungen in den Kompetenzfeldern sowie Marktuntersuchungen durchzuführen. Der Aufbau der Forschungsplattform konnte mit dem Aufbau der Weiterbildungsangebote sowie der Lernfabrik wichtige Schritte für die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten schaffen. Die Machbarkeitsanalyse hat verdeutlicht, dass Unternehmen für Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Industrie 4.0 hohen Bedarf haben. 

Mehrwert der internationalen Zusammenarbeit

Büro des KIT China Branch im Suzhou Industrial Park (80 km westlich von Shanghai) © Markus Breig/ KIT

In Kooperation mit chinesischen Universitäten und internationalen (deutschen und chinesischen) Unternehmen werden die drei strategischen Säulen (Forschung, Ausbildung, Innovation) des KIT umgesetzt. Im Bereich Forschungskooperationen wurden verstärkt Kooperationen mit chinesischen Universitäten angebahnt und umgesetzt. Namentlich wurden Kontakte und Projekte mit der Soochow University (SUDA), Xian Jiaotong Liverpool University (XJTLU), Shandong University, Hong Kong Univeryity of Science and Technology (HKUST) und Tongji University (CDHK) etabliert.

 

Besondere Ergebnisse und Erfolge der Maßnahme:

  • Internationaler Studentenaustausch (10 Studierende pro Jahr)
  • Produktionstechnisches Trainingsangebot für Unternehmen in China
  • Konzeptionierung und Aufbau einer „Industrie 4.0“-relevanten Lernfabrik
  • Berücksichtigung organisatorischer Rahmenbedingungen und Gründung einer Gesellschaft

Partnereinrichtungen

  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT), wbk Institut für Produktionstechnik
  • Suzhou SILU Production Engineering Services Co., Ltd. (China)
  • Tongji University (China)
  • Hong Kong University for Science and Technology (China)
  • Tsinghua University (China)
  • Jiaotong University (China)
  • Zhejiang University (China)
  • Zhejiang University for Applied Science (China)
  • Dong‘nan University (China)
  • Suzhou University (China)

DLR Projektträger | Europäische und internationale Zusammenarbeit
Nicola Hartlieb
Tel.: +49 228 3821 1409

wbk Institut für Produktionstechnik
Prof. Dr.-Ing. Gisela Lanza
Tel.: +49 721 608-44017