Projekte des BMBF-Förderprogramms zur Etablierung gemeinsamer Forschungsstrukturen deutscher Hochschulen mit Partnern im APRA

Der asiatisch-pazifische Forschungsraum APRA (in Anlehnung an den Europäischen Forschungsraum, engl. ERA, benannt) ist heute neben Europa und Nordamerika der drittgrößte Forschungs- und Bildungsraum weltweit. Klimaschutz, zivile Sicherheit oder die zukünftige Energieversorgung sind in der globalisierten Welt Themen für die Zusammenarbeit führender Kompetenzträger.

Den Grundstein für die erfolgreiche Förderung von Forschung und Entwicklung hat die Bundesregierung 2006 und 2010 mit der ressortübergreifenden Hightech-Strategie für Deutschland gelegt. Darüber hinaus hat das Bundeskabinett 2008 eine Strategie zur verstärkten Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung verabschiedet. Dabei spielt auch die verstärkte Präsenz deutscher Forschung in Partnerländern eine wichtige Rolle. Nach den USA ist Deutschland neben Großbritannien und Frankreich der mit Abstand bedeutendste Kooperationspartner der Länder im betrachteten Raum. Die Bedeutung des APRA nimmt für Deutschland und Europa sehr rasch zu und wird eine ähnliche Bedeutung erhalten wie derzeit Nordamerika. Es ist daher Ziel deutscher Forschungspolitik, die Kooperationsbeziehungen mit den Ländern des APRA in Forschung und Technologieentwicklung am Beispiel der Beziehungen zu den USA zu entwickeln und zu messen.

Hier setzt das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Konzeptions- und Vorbereitungsmaßnahmen deutscher Hochschulen zur Etablierung gemeinsamer Forschungsstrukturen mit Partnern im asiatisch-pazifischen Forschungsraum“ an.

Seit 2009 fördert das BMBF mit bisher vier Bekanntmachungen strukturelle Partnerschaften deutscher Hochschulen in Asien mit ca. 2 Millionen Euro pro Jahr. Inzwischen konnten mit diesem Programm mehr als 20 gemeinsame Forschungsplattformen mit Spitzeninstituten in ganz Asien aufgebaut werden; 9 weitere werden derzeit entwickelt. Das Programm ist flexibel und wird inhaltlich kontinuierlich weiterentwickelt. So werden seit Anfang 2013 erstmals drei Vorhaben bilateral mit der Republik Korea gefördert. Ebenfalls in 2013 begannen sechs Vorhaben gezielt in ASEAN-Staaten.

Ziele:

  • Unterstützung deutscher Hochschulen bei der Internationalisierung ihrer Forschung nicht nur am Standort Deutschland, sondern auch bei ihren Kooperationspartnern weltweit
  • Etablierung und Ausbau von sog. „Leuchtturmprojekten“ zur besseren Sichtbarkeit Deutschlands in Asien
  • Stärkung der Wissenschaftskooperationen deutscher Hochschulen mit ausgewählten Partnern in wichtigen Partnerländern und in ausgewählten Themen (vgl. Hightech-Strategie der Bundesregierung)
  • Anbahnung und Aufbau struktureller und institutioneller Kooperationen zwischen Hochschulen im Bereich gemeinsamer Forschung mit neuen Partnern
  • Aktivierung und Ausweitung bestehender Kooperationen in der Bildung in Richtung Forschung
  • Stärkung des Forschungsstandortes Deutschland, speziell der Hochschulen, durch Rekrutierung ausländischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie von Studentinnen und Studenten