Hintergrundinformationen Europa

Gemeinsame Initiativen und die Identifikation von Themen gemeinsamen Interesses stärken die europäische Strategieentwicklung und fördern die Gestaltung des Europäischen Forschungsraums.

Bibliothek in Berlin

© katatonia - Fotolia

Die Aktivitäten in Europa zielen insbesondere auf die Umsetzung der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung von 2008 und deren Weiterentwicklung. Der Fokus liegt vor allem darauf, die Forschungszusammenarbeit mit den weltweit Besten zu stärken (Zielfeld 1 der Strategie) und international Innovationspotenziale zu erschließen (Zielfeld 2 der Strategie). Der Aktionsplan „Internationale Kooperation“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) von 2014 knüpft an diese Internationalisierungsstrategie an.

Den weiteren strategischen Rahmen bildet die Strategie der Bundesregierung zum Europäischen Forschungsraum von 2014. Ebenso als Leitlinie dienen die im Koalitionsvertrag von 2013 formulierten Ziele der Zusammenarbeit mit europäischen Partnern.

Ebenfalls einen relevanten forschungspolitischen Rahmen bilden die makroregionalen Strategien der EU im Donau- und Ostseeraum.

Die Förderinstrumente, die in den verschiedenen Ländern Europas richten sich an den forschungspolitischen Prioritäten der Bundesregierung aus. Sie fokussieren spezifische Komponenten der Kooperation mit Ländern bzw. Regionen.

Allgemeine Ziele der bilateralen Zusammenarbeit mit europäischen Partnern sind:

  • den Dialog und Erfahrungsaustausch mit strategisch bedeutsamen Partnern in der Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik zu pflegen,
  • gemeinsame Maßnahmen zum Auf- und Ausbau internationaler Forschungsallianzen abzustimmen,
  • Fachprogramme und Innovationsstrategien in Europa zu vernetzen,
  • Synergien mit europäischen Partnern bei Forschungskooperationen mit Drittstaaten zu erzielen.

Die spezifische Zusammenarbeit mit den mittelost- und südosteuropäischen Ländern steht insbesondere im Zeichen der Osterweiterung der Europäischen Union und der Schaffung eines Europäischen Bildungs-, Forschungs- und Innovationsraumes. Die Forschungskooperation mit Mittelost- und Südosteuropa zielt darüber hinaus auf die Integration der Westlichen Balkanländer in den Europäischen Forschungsraum – eine Priorität der EU.

Die weiterhin bestehenden großen Unterschiede in Europa hinsichtlich der Forschungsintensität und Innovationsleistung der Mitgliedstaaten und Regionen stellen weiterhing eine der großen politischen Herausforderungen Europas dar.
Mit den aktuellen Formaten der Zusammenarbeit stärkt das BMBF die Internationalisierung und Europaorientierung deutscher Einrichtungen in Bildung und Forschung gestärkt werden, ihre Wettbewerbsfähigkeit insgesamt verbessert sowie die Vertiefung der europäischen Integration der mittel-, ost- und südosteuropäischen Länder unterstützt werden.

Deshalb fördert das BMBF zur Stärkung der Kooperation mit europäischen Partnern über Bekanntmachungen die Netzwerkbildung und Forschungszusammenarbeit, u.a. Förderung von Ideenwettbewerben zum Auf- und Ausbau innovativer FuE-Netzwerke mit Partnern in den Anrainerstaaten der Ostsee und in den Donauanrainerstaaten, Auf- und Ausbau von Forschungsstrukturen in Europa und Internationale Zusammenarbeit in Forschung und Bildung, Region Mittelost- und Südosteuropa).

Darüber hinaus veranstaltet das BMBF mit Unterstützung der Projektträgerschaft Internationales Büro gemeinsame Veranstaltungen wie Forschungs- und Innovationsforen (Frankreich, Israel, Schweiz, Griechenland, Polen, Tschechische Republik) zur Intensivierung der bilateralen Kooperation und zur Verstetigung der Zusammenarbeit im Europäischen Forschungsraum. Darüber hinaus unterstützte die Projektträgerschaft Internationales Büro in den letzten Jahren das BMBF bei Messeauftritten auf internationalen Leitmessen (Tschechische Republik, Polen, Rumänien, Bulgarien).

Das Internationale Büro unterstützt darüber hinaus den forschungspolitischen sowie wissenschaftlichen Dialog mit europäischen Staaten und beteiligt sich an der Einrichtung gemeinsamer Initiativen in europäischen Organisationen und Programmen. Das Internationale Büro berichtet fortlaufend über aktuelle Entwicklungen in europäischen Staaten im Rahmen der internationalen Politikberichterstattung .

Spezifische Informationen zu den vorhandenen Fördermöglichkeiten sind unter den jeweiligen Regionen bzw. Ländern verfügbar.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie weitere Fragen zu Unterstützungsleistungen des Internationalen Büros haben. Hier finden Sie Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Europa.

Weitere Informationen:

ITB infoservice 9. Schwerpunktausgabe – „Forschungszentrum Europa? Die EU-Erweiterungen seit 2004“

ITB infoservice Schwerpunktausgabe "Innovation in den Nordischen Ländern"