Universität der Vereinten Nationen (UNU)

Die Universität der Vereinten Nationen (United Nations University, UNU) als akademischer Arm der VN hat 13 Institute weltweit. Ihr einziges Vizerektorat sitzt in Bonn mit einer Koordinierungsfunktion der UNU-Aktivitäten hauptsächlich in Europa und Afrika. Daraus ergeben sich keine direkten Fördermöglichkeiten , dennoch aber Chancen zur Zusammenarbeit für die deutsche Wissenschaft.

UN-Platz Bonn

© Internationales Büro/Sabine Breiderhoff

Rolle der UNU

Seit 2003 ist auf dem VN-Campus in Bonn das UNU-Institut für Umwelt und Menschliche Sicherheit (Environment and Human Security, EHS) angesiedelt; seit 2007 ebenfalls in Bonn das Vizerektorat in Europa (ViE) und 2012 wurde in Dresden das Institut für Integriertes Management von Materialflüssen und von Ressourcen (Integrated Management of Material Fluxes and of Ressources, FLORES) eröffnet. Alle Einrichtungen werden vom BMBF finanziell gefördert, teilweise in Ko-Förderung mit den jeweiligen Bundesländern. Das IB arbeitet mit den drei UNU-Einrichtungen zusammen, sowohl auf fachlicher Ebene – zum Beispiel in Projekten – als auch auf administrativer Ebene zur Unterstützung des BMBF in der Förderung der UNU.

Die UNU ist innerhalb des VN-Systems relativ unabhängig. Ihr Hauptsitz ist Tokio, mit weiteren 13 überwiegend wissenschaftlich-orientierten Instituten weltweit. Sie dient als Bildungseinrichtung mit Postgraduierten- und Masterstudiengänge und als „Think Tank“ zu Fragen im Fokus der VN: Katastrophenschutz, Klimawandel, Ressourcenmanagement, Migration, Nachhaltigkeit. Die UNU-Institute betreiben hochwertige Forschung in spezifischen interdisziplinären „Nischen“. Diese ist davon geprägt, mit der jeweils betroffenen lokalen Bevölkerung innovative und zielgerichtete Lösungen zu finden. Dabei schlägt die UNU an vielen Stellen die Brücke zwischen Zivilbevölkerung, Wissenschaft und Politik; zwischen Nord und Süd, zwischen Ost und West. Sie arbeitet somit an Antworten auf die globalen Herausforderungen. Außerdem geht sie mit deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen fruchtbare Partnerschaften ein. Sie entwickelt innovative Lernkonzepte, die auch die deutsche Bildungslandschaft bereichern.

Ergebnisse ihrer Arbeit sind beispielsweise gemeinsame Studienprogramme oder der Aufbau wissenschaftlicher Partnerinstitute in Entwicklungs- und Schwellenländern, die mittelfristig von den lokalen Behörden und Universitäten mitgetragen werden. Die Institute machen praktische Expertise und langfristig etablierte Netzwerke in der ganzen Welt zugänglich, weswegen sie ein wertvoller Partner für die deutsche Wissenschaft sind. So erhält die UNU in Deutschland Fördermittel des BMBF, aber hat auch diverse Partnerschaftsabkommen mit Universitäten, Forschungseinrichtungen – u.a. auch mit dem DLR – oder Behörden, wie zum Beispiel dem Bundesamt für Katastrophenschutz.