Indikatorik

Wie stark ist die internationale Dimension des deutschen Wissenschafts- und Innovationssystems, verglichen mit anderen Ländern? Um diese Frage zu beantworten, braucht es valide Indikatoren. Das Internationale Büro unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) darin, diese im Dialog mit den Forschungs- und Mittlerorganisationen zu entwickeln.

Frau mit virtuellen Begriffen

© Adam Holesch / Hemera / Thinkstock

Um die Qualität der internationalen Dimension eines Wissenschafts- und Innovationssystems zu bewerten, sind valide Indikatoren nötig. Ein hierfür allgemein anerkanntes, international vergleichbares Indikatorenset liegt bislang jedoch nicht vor. Vor diesem Hintergrund hat das BMBF im Herbst 2014 in seinem Aktionsplan „Internationale Kooperation“ (PDF, 4,6 MB) angekündigt, ein Indikatorensystem zu konzipieren. Dies soll unter weitgehender Nutzung vorhandener Datenquellen und eng verknüpft mit relevanten nationalen, europäischen und internationalen Prozessen geschehen. Auf nationaler Ebene ist hier beispielhaft das vom BMBF finanzierte Projekt zur Standardisierung eines Kerndatensatzes Forschung zu nennen, auf europäischer Ebene die Entwicklung eines ERA Monitoring Mechanism/EMM. International ist vor allem die OECD ein wichtiger Referenzpunkt.

Diese Maßnahmen befinden sich in einer Linie mit der 2008 verabschiedeten Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung (PDF, 113 KB). Dort heißt es: „In Abstimmung mit den deutschen Wissenschaftsorganisationen werden die Voraussetzungen geschaffen, um einheitliche und international kompatible Daten für ein internationales Benchmarking des deutschen Wissenschaftssystems und seiner Leistungen zu erheben.“

Das Internationale Büro unterstützt das BMBF in dieser Aufgabe. 2011 organisierte es einen ersten Workshop zur Erfassung der Internationalisierung des deutschen Wissenschafts- und Innovationssystems. Gemeinsam mit den Forschungs- und Mittlerorganisationen sowie weiteren zentralen Akteuren diskutierten BMBF und IB mögliche Ansätze zur quantitativen Beschreibung und Bewertung des Internationalisierungsgrads. Dieser Dialog wird fortgesetzt mit dem Ziel, den gemeinsamen Ansatz weiter zu schärfen und laufende Berichts- und Abstimmungsprozesse im Bereich der Internationalisierungsindikatorik auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene zu optimieren und zu synchronisieren.